PRINZIP
Wie funktioniert das Modell?
Menschen, die ihr Vermögen nachweislich sozial-ökologisch fair anlegen möchten, können sich an einer lokalen Photovoltaikanlage beteiligen. Sie geben als Investoren ein Darlehen an die Fa. Soltech, die eine neue Solaranlage errichtet und betreibt und sie bekommen dafür über max. 20 Jahre einen jährlichen Betrag ausgezahlt. Dieser setzt sich in Teilen aus einer festgelegten Verzinsung und der Rückzahlung des Darlehens (Tilgung) zusammen.
Die Photovoltaikanlage selbst kann nach dieser Zeit in das Eigentum des Fördervereins der Laborschule übergehen, der diese weiterbetreiben, verkaufen oder abbauen lassen kann. Die dadurch anfallenden Erlöse aus Strom- oder Anlagenverkauf kommen dann dem Förderverein zugute. Mit der Anlage übernimmt der Förderverein auch die bis dahin angesparten Rücklagen für den Rückbau, um zu gegebener Zeit den Abbau veranlassen zu können. Der Förderverein muss die Anlage aber nicht übernehmen. Im Falle einer Ablehnung übernimmt die Fa. Soltech den Abbau und die Entsorgung der Anlage.
In welcher Art bekomme ich meine Auszahlungen? Wie hoch ist der Zinssatz? Wie lang die Laufzeit?
Der jährliche Zinssatz liegt bei 3,5 % bei einer Laufzeit des Darlehens von 20 Jahren, d.h. bei einer Investition von 1.000 Euro erhält man ca. 70,35 Euro jährlich (Zins- und Tilgungsanteil) ausbezahlt, so dass man nach 20 Jahren 1407 € zurückerhalten hat: die Darlehenssumme (1.000 Euro) und 407 Euro Zinsen. Eine Sonderkündigung des Restdarlehens ist nach frühestens 10 Jahren Laufzeit möglich - dieses würde dann ausbezahlt.
Ist meine Investition sicher?
Ja, sehr. Die Vereinbarungen werden direkt zwischen den Kreditgebern und Soltech abgeschlossen. Fest kalkulierbare Erlöse werden (Soltech als Eigentümer) durch die Stromeinspeisevergütung nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) für 20 Jahre garantiert. Dafür, dass die Anlage funktioniert und Erträge liefert, sorgt die Fa. Soltech. Diese baut, wartet, versichert und verwaltet die Anlage als Eigentümerin in eigenem Interesse und verfügt über jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet - auch mit dem Bau ähnlich großer Anlagen. Etwaige Stillstandszeiten gehen einseitig zu Lasten der Fa. Soltech. Eine Absicherung gegen den unwahrscheinlichen Fall des Konkurses der Fa. Soltech ist durch eine Sicherheitsübertragung der Anlage an den Förderverein der Laborschule gegeben, d.h. die Anlage fiele nicht in die Konkursmasse, sondern könnte weiterbetrieben werden.
Wer profitiert von der Anlage?
Viele:
Wie teuer und wie groß wird die Anlage werden?
Die Photovoltaikanlage kann je nach Anzahl der Beteiligungen eine Leistung von bis zu 150 kWp haben. Wir streben eine Mindestgröße von 50 kWp an. Für eine solche Anlage kalkulieren wir mit Kosten von ca. 115.000 Euro (2.300 Euro pro kWp). Die Fa. Soltech wird bei Gelingen des Projektes selbst eine weitere Anlage von 50 kWp bauen und zum eigenen ökonomischen Nutzen betreiben.
Wie wird der Ertrag der Anlage und die Einsparung an CO2 sein?
Mit einer Mindesteinlage von 1.000 Euro sorgt man für den Aufbau einer Fläche, die 350 kWh Strom pro Jahr produziert und damit im Jahr 250 kg CO2 einspart (also 5 Tonnen in 20 Jahren (544 kg/kWp)).
Wer baut und wartet die Anlage?
Die Bielefelder Firma Soltech übernimmt für uns den Bau und die Verwaltung unseres Kraftwerks. Sie hat bereits seit vielen Jahren Erfahrungen mit dem Bau von Solaranlagen auf unterschiedlichen Gebäuden (Bielefelder Referenzanlagen siehe Foto). Nähere Informationen auf der Seite von Soltech
Wo wird die Anlage gebaut?
Sie wird auf den schrägen Shetdachflächen der Laborschule und des Oberstufen-Kollegs errichtet.
Warum gibt es nur Anteile zu mindestens 1.000 Euro?
Aufgrund des hohen Verwaltungsaufwands und der damit verbundenen Kosten ist die Summe von 1.000 Euro das Minimum für eine Einlage. Darüber hinaus ist die Höhe der Einlage beliebig.
Kann ich auch weniger Geld investieren?
Eigentlich nicht. Die Person, die das Darlehen an Soltec gibt, d.h. Vertragspartnerin ist, muss mindestens 1.000 Euro an Soltec überweisen. Und nur diese Person erhält die jährlichen Auszahlungen.
Aber diese Person könnte natürlich die 1.000 Euro oder einen Teil davon von anderen Teilnehmern einsammeln und diesen gegenüber wiederum als Darlehensnehmer fungieren. Ob diese Person dann für diese Kleindarlehen überhaupt eine Verzinsung zahlt, wie diese auf Jahre sichergestellt würde, ob die Teilnehmer ihr Geld zurückerhielten, was mit der Versteuerung dieser Erlöse wäre etc. - das wären Fragen, die sich neu in diesem Darlehensverhältnis ergäben. Ob hier noch weitere Verträge aufgesetzt würden oder nicht, bliebe diesen Personen überlassen.
Theoretisch könnte z.B. ein Klassenlehrer oder ein Elternteil Verantwortliche/r für eine Schülergruppe sein.
Eine weitere Möglichkeit wäre, dass jemand, dem es nicht auf eine eigene Rendite ankommt, sondern nur darauf, dass die Photovoltaikanlage entsteht und dass die Investition zusätzlich etwas Gutes für die Schule bewirkt, eine zweckgebundene Spende an den Förderverein gäbe, der, sofern über 1.000 Euro an Spenden zusammenkämen, Teilhaber am Solarkraftwerk würde und mit der Rendite seinen Vereinszweck erfüllte.
ABLAUF
Wieviel Bedenkzeit habe ich für meine Entscheidung?
Zum 01.06.2011 muss die Anlage ans Netz gehen, denn für später kann es eine Verringerung der Einspeisevergütung durch die Bundesregierung geben, die die Wirtschaftlichkeit der Anlage in Frage stellen könnte.
Mittlerweile hat die Projektgruppe genügend Rückmeldungen erhalten, damit Soltech mit der konkreten Planung der Anlage beginnen kann. Wir freuen uns sehr über die große und positive Resonanz. Diejenigen, die bereits ihr Interesse bekundet haben, werden von uns weiter informiert. Gleichwohl ist das Projekt noch für weitere Beteiligungen offen - in gewissem Grade noch bis die Anlage erstellt wird. Je früher der eigene Beteiligungswunsch gemeldet wird, desto wahrscheinlicher ist jedoch noch einen Teilnahme möglich.
Wenn Sie Interesse haben, schicken Sie bitte eine mail mit Ihrem Namen, Ihrer Postadresse, Ihrer Telefonnummer und der Höhe der Summe, mit der Sie sich beteiligen wollen, an johannes.bley@uni-bielefeld.de oder nutzen sie das Formular auf der Startseite.
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